Grüner Kreisverband spricht sich gegen eine Ansiedlung aus



Die Heide in Dennenlohe bleibt nach wie vor der Diskussionmittelpunkt der Region. In einem Treffen der Bündnis 90/ Grünen Fraktion nahm auch der Geschäftsführer des Bund Naturschutzes aus Ansbach und der Landesvorsitzende der Grünen in Bayern teil.

Bei dem Treffen in Gunzenhausen wurde neben der geplanten Ferienanlage der Firma Center Parcs auch die bestehende FLora und Faune der Heide vorgestellt. Nach Angaben des Bund Naturschutzes ist die Heide bei Dennenlohe mit 2500 Hektar das größte zusammenhängende und ungestörte Waldgebiet des Landkreises Ansbach. Die Wichtigkeit der Heide für den Naturschutz unterstreichen zahlreiche störungsempfindlichen Vogel- und Tierarten die dort Leben und das Areal als Brutstätte nutzen.

Demgegenüber stehen vermutete Versiegelungen der Böden und eine Grundwasserentnahme die das Absinken des örtlichen Grundwasserpegels bewirken würden. Durch den AUfbau der Anlage müsste ein größerer Teil des Waldgebietes abgeholzt werden mit Umgehung und Versorgungsleitungen erschlossen.

Die wirtschafltlichen Vorteile für die Region werden vom Bund Naturschutz in Abrede gestellt, da wie zu erwarten Center Parks kaum auf einheimische Betriebe zurückgreifen wird. Die eher wahrscheinlichn Vorteile durch die steigende Zahl der Besucher und Konsumenten in der Region sieht der Bund ebenfalls kritisch. Es wird eher davon ausgegangen, dass die Kaufwünsche der Besucher im Park selber gestillt werden und eine Auswirkung für die Region daher verschwindend gering ist. Dieser Gedanke zieht sich auch durch die Meinung der Grünen, dass durch die rund 1 Millionen Besucher sogar negative Auswirkungen auf die bereits bestehenden Freizeitangebote entstehen würden. Allerdings bleibt dabei unbetrachtet, dass eine Steigerung der Besuchzahlen im Fränkischen Seenland um diese Besucher ein so deutlich Anstieg ist, dass gewiss nicht mit weniger Besuchern außerhalb des Parkes zu rechnen ist.

Der komplette Kreisverband der Grünen spricht sich also – im Gegensatz zur SPD – gegen das Vorhaben von Center Parcs aus, weil das Konzept der Center Parcs nicht dem bisher in der Region verfolgten Leitbild eines sanften, nachhaltigen Tourismus entspricht und zudem vorhandene einheimische Strukturen im Bereich Freizeit und Erholung gefährdet werden.

Schlagworte: Center Parc, Dennenlohe, Grüne

3 Kommentare zu „Grüner Kreisverband spricht sich gegen eine Ansiedlung aus“

  1. Werner sagt:

    Also ich finde die Rechnung mit den sinkenden Besucherzahlen in den Freizeitbädern auch zweifelhaft. Die glauben doch nicht allen ernstes, dass wenn ich die Besuchszahlen in der Region von 1,5 Mio auf 2,5 Mio erhöhe, dann auf jeden Fall weniger Leute an die Seen und in die Bäder gehen?
    Was ist das denn für ne Rechnung?

  2. Wohl gar nicht so zweifelhaft, denn es ist doch zu erwarten, daß viele
    Einheimische nicht mehr (oder nicht mehr so oft) die anderen Bäder be-
    suchen. Da im Preis für den CP bereits der Besuch des “Spassbades” ent-
    halten ist, ist wohl kaum zu erwarten, daß diese die umliegenden Bäder
    frequentieren.

  3. Maxl sagt:

    Wer die Preise des Center Parcs genauer betrachtet hätte, wüsste das die Preise deutlich höher sind als umliegende “Spaßbäder”…
    Die Grünen Argumentieren wieder einmal mit Thesen…. wie niedlich

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