Pläne von Center Parcs
In unmittelbarer Nähe von Gunzenhausen, genauer am Dennenloher See, ist die Errichtung eines Center Parcs, wie es schon viele in Holland, Frankreich, Belgien und auch Deutschland gibt, geplant. Nachdem in den letzten beiden Jahren immer wieder abgewogen wurde, wo letztlich der beste Standort für Center Parcs sein könne, fiel die Entscheidung auf ein Gelände bei Denneslohe. Natürlich erheben sich Fürsprecher und Gegner zu dieser Planung. Eine derartige Einrichtung soll im Schnitt jährlich bis zu einer Mio. mehr Touristen und damit Kaufkraft in die Orte der Umgebung bringen. Auch die Bevölkerung wird durch die direkte Schaffung neuer Arbeitsplätze und die Schaffung weiterer Arbeitsplätze durch Zulieferfirmen profitieren.
Die größe Befürchtung der Gegner, in diesem Fall die Partei der Grünen, die dem Bau mit gemischten Gefühlen entgegen sehen, ist wohl, dass wertvolle Naturlandschaft weichen muss, die nicht zuletzt einer der Anziehungspunkte für Touristen in der Region um Dennenlohe und Gunzenhausen ist. Auch muss der Schutz des Limes gesichert werden, der genau durch das vorgesehene Gelände verläuft. Wie von Center Parks Planungsleitung zu erfahren war, wird aber nicht einfach nur Naturfläche bebaut, sondern auch wieder aufgeforstet. Außerdem sind für die Bebauung mit Ferienhäusern und Freizeitbad lediglich 10 % der Fläche vorgesehen.
Vergessen werden darf bei den sicherlich berechtigten Bedenken auch nicht, dass die Center Parcs naturschonend geplant und umgesetzt werden, weil gerade dieses Vorgehen ein Teil der Attraktivität der Center Parcs ausmacht. Politik und Wirtschaft sollten deshalb offen mit ihren Ansprüchen und Befürchtungen umgehen, damit diese in die Planungen mit einfließen. So sieht Landrat Uhl durchaus auch die positiven Effekte und regt zum Beispiel an, mit geführten Radtouren, die Besucher des Center Parcs in die Umgebung zu führen. Center Parcs weist immer wieder darauf hin, das Schutz und Erhalt der Natur ein wichtige Bausteine seines Gesamtkonzepts sind.
Begonnen werden soll mit dem Bau 2010, auch hier wäre eine Akzeptanz der Bauarbeiten für die heimische Bauwirtschaft sicher ein Gewinn. Immerhin geht es um eine zwei- bis dreijährige Bauzeit, die vielen Menschen aus unterschiedlichsten Branchen Beschäftigung garantiert.